Zeit seines Lebens galt der Kunsthistoriker und Architekturtheoretiker Heinrich Klotz (1935–1999) als traditionsbewusster Modernist, der ebenso leidenschaftlich wie aufrichtig auf der kulturpolitischen Bühne um die Durchsetzung seiner Ideen kämpfte.
»Als Gründungsrektor der Karlsruher Hochschule für Gestaltung hat Heinrich Klotz flammende Reden gehalten, in denen er den Tatbestand des kulturgeschichtlichen Unrechts gegenüber dem Bauhaus einklagte, den Aufbruch der Künste in eine zweite, von den digitalen Medien geprägte Moderne prophezeite und die Professoren, Mitarbeiter und Studenten auf eine neue Hochschule einschwor.« (Peter Sloterdijk)
Die wichtigsten Rektoratsreden von Heinrich Klotz, die Einblick in die Entwicklung von Struktur und Programm einer Reformhochschule bieten und dabei zeitgenössische kunstwissenschaftliche und ästhetische Diskurse aufgreifen, werden anlässlich seines zehnten Todestags von der Hochschulzeitschrift »Munitionsfabrik« herausgegeben. Das 104-seitige Buch enthält außerdem erstmals veröffentlichte private Fotoaufnahmen und erschien in limitierter Auflage beim Ausnahme Verlag Hamburg als Hardcover. 
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